Eine neue Tinnitus Behandlung. Dr. Kümmel im Interview

von (Kommentare: 1)

Lenire, bimodale Neuromodulation

Seit Dezember 2020 wird in Deutschland die neue Lenire Tinnitus Therapie angeboten.(Advertorial)

Das Produkt hat sich in der Fachwelt schnell rumgesprochen, ist allerdings für Betroffene noch weitgehend unbekannt. 

Die Studie die Neuromod für Lenire in Auftrag gegeben hat ist einzigartig im Bereich der Tinnitusforschung.

Hier kommen Sie zur Lenire Studie.

Und jetzt zum meinem Interview:

HörgeräteInsider: Hallo Herr Dr. Kümmel stellen Sie sich bitte kurz vor.

Kümmel: Hallo Herr Bauer, vielen Dank für die Einladung zum Interview. Gerne stelle ich mich vor. Mein Name ist Jakob Kümmel. Ich bin seit dem 1. Januar 2021 für die Firma Neuromod als Clinical Affairs Manager tätig. Die Firma Neuromod ist aus der medizinischen Forschung entstanden. In meiner Rolle bin ich für die klinischen Angelegenheiten für unser Medizinprodukt im europäischen Markt zuständig. Ich konzentriere mich vor allem darauf, unsere Partner bestmöglich auf die Therapie zu schulen, um Tinnitus-Betroffenen eine größtmögliche Linderung durch unser Produkt zu ermöglichen. Bevor ich bei Neuromod angefangen habe war ich bei einem internationalen Medizintechnik-Unternehmen in der Schweiz angestellt. Mit meinem Team hatte ich die Verantwortung über die medizinischen Produktschulungen. Ich habe Sportphysiologie und Bewegungswissenschaften studiert und in der Biomechanik promoviert.

HörgeräteInsider: Wie beschreiben Sie am besten Tinnitus?

Kümmel: Unter Tinnitus oder auch Ohrensausen, fasst man alle Symptome zusammen, die sich dadurch kennzeichnen, dass der Betroffene Geräusche wahrnimmt, denen keine äußere Schallquellen zugeordnet werden können. Solche Geräusche können sich anhören wie ein Klingeln, Summen, Pfeifen oder Rauschen. Dieses Geräusch kann von Betroffenen nur für kurze Zeit, wiederkehrend aber auch dauerhaft wahrgenommen werden. Man geht davon aus, dass ca. 10 -15 % der Bevölkerung unter Tinnitus leiden. Entscheidend ist hierbei jedoch, wie sehr Patienten unter diesem Geräusch leiden. Ca. 1% der Bevölkerung ist durch den Tinnitus privat und beruflich schwer beeinträchtigt.

HörgeräteInsider: HNO Ärzte behaupten seit Jahren, man kann bei Tinnitus nichts machen. Wie kommt es, dass Sie jetzt doch etwas erfunden haben?

Kümmel: Nun dem Tinnitus können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen. In den meisten Fällen handelt es sich um ein neurologisches Symptom. Für diesen Typ von Tinnitus gibt es tatsächlich noch kein Heilmittel. Es ist jedoch nicht ganz korrekt zu sagen, dass man bei einem Tinnitus nichts machen kann. Zunächst muss der Tinnitus klinisch diagnostiziert werden. Dazu gehören eine umfangreiche Patienten-Anamnese, eine Einstufung des Tinnitus-Schweregrads sowie der Beeinträchtigungen durch den Tinnitus und zuletzt eine Identifizierung aller Komorbiditäten. Dabei müssen vor allem behandelbare Ursache für den Tinnitus ausgeschlossen werden. Ist die klinische Diagnostik erschöpft, so rücken die Behandlung der Symptomatik, der Komorbiditäten sowie der alltägliche Umgang mit dem Tinnitus in den Vordergrund. Tatsächlich ist es so, dass hierfür eine Vielzahl an Therapien angeboten wird. Nur für wenige liegt ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit vor.

Warum haben wir nun etwas zur Behandlung des Tinnitus erfunden? Nun wir folgen in der Therapie mit Lenire® einen ganz neuen Ansatz: die bimodale Neuromodulation. Der Grundsatz beruht darauf nicht die Symptomatik zu behandeln, sondern das zugrundeliegende neurophysiologische Problem. Wir arbeiten hierfür mit führenden, internationalen Neurowissenschaftlern und Medizinern zusammen. Unser Ziel ist es nicht zuletzt, diese neu Behandlungsmethode zu etablieren, sondern auch um deren Wirksamkeit wissenschaftlich abzusichern.

HörgeräteInsider: Wie funktioniert Lenire®?

Die Therapie basiert auf dem Ansatz der bimodalen Neuromodulation. Dabei wird die akustische Stimulation des Gehörs mit einer sanften, elektrischen Stimulation der Zunge kombiniert. Diese Reize führen über einen längeren Zeitraum zu Anpassungsprozessen im Gehirn, die die Wahrnehmung des Tinnitus nachhaltig reduzieren. Die Behandlung kann, nach Beratung und Konfiguration durch geschultes, klinisches Personal, vom Patienten selbst im häuslichen Umfeld eingesetzt werden.

HörgeräteInsider: Für wen ist Lenire geeignet?

Die Therapie mit Lenire zielt darauf ab die Beschwerden des chronisch-subjektiven Tinnitus zu lindern. Der Einsatz des Gerätes ist derzeit für betroffene Patienten ab 18 Jahren zugelassen. Es gibt einige wenige Kontraindikationen, welche durch geschultes, klinisches Personal abgeklärt werden müssen.

HörgeräteInsider: Wie sind die Erfolgschancen?

Eine exakte Zahl kann ich Ihnen leider nicht nennen. Aber wir haben Daten einer kürzlich veröffentlichten klinischen Studie. Sie zeigen, dass sich bei über 85% der therapietreuen Anwender eine Verbesserung des Tinnitus-Leidens bereits nach 12 Wochen einstellte. Bei über 80 % konnte eine Verbesserung auch noch 12 Monate nach Beendigung der Behandlung nachgewiesen werden. Weitere, noch nicht abgeschlossene klinische Studien weisen auf eine sehr ähnliche Tendenz hin.

HörgeräteInsider: An wen wendet man sich im Oberbayerischen Raum am besten wenn man die Lenire Therapie starten möchte?

Kümmel: Unser Partner in München ist die Firma Neues Hören GmbH, sie hat sich unter anderem auf die Behandlung von Tinnitus spezialisiert und ist unser exklusiver Partner in München.


Über den Autor

Max Bauer

Max Bauer
Hörakustikmeister und Hörexperte

www.hoergeraete-insider.de


Kommentare

Kommentar von Sebastian Heeger |

Hallo Herr Bauer,

wir haben von unseren Kunden bis jetzt auch nur durchweg positives Feedback zur Behandlung mit LENIRE bekommen.

Ich kann wirklich jedem Tinnitus-Betroffenen empfehlen, sich bei einem LENIRE-Partner in seiner Nähe beraten zu lassen.

Viele Grüße aus Magdeburg

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